17.10.2016

Jurybericht Kunstwettbewerb Dolomit | Dynamit


Jury:
Nina Schröder (Journalistin, Kunstkritikerin), Bruneck
Paola Rubele (Kunsthistorikerin, Mitarbeiterin Stadtmuseum Bruneck), Toblach
Aurelio Fort (Künstler), Padola


1. Preis | Ulrike Lang (Holzkirchen - D)

 
Das Triptychon überzeugt, weil es etwas Comic- und Popartiges hat, ohne dabei rhetorisch zu wirken. Es vermittelt einen tieferen Sinn, da es sich auf den Krieg bezieht und damit einen ganz eigenen Aspekt der Sprengkraft in den Dolomiten thematisiert. Die Serie ist sowohl vom Inhalt als auch von der Ausführung sehr gelungen.


 
 













2. Preis | Nikolaus Mohr (Ostrach - D)




Die Bildserie fängt dreimal Stimmungen der Einsamkeit in den Bergen ein. Der grobe, scheinbar ungelenke Bleistiftstrich unterstreicht das Wilde der Ur-Natur.
Dieses Urtümliche, Unberührte und die karge, für sich selbst stehende Schönheit entsprechen dem Wert des Welterbes und stellen gleichzeitig jede menschliche Ordnung in Frage – vielleicht auch die der Unterschutzstellung.

 






3. Preis | Cäcilia Stifter (Ahrntal)
Das Aquarell zeigt im Hintergrund eine schöne, idyllische Berglandschaft, die sehr subtil - durch eine Explosion aus Farbklecksen - gestört wird. Dieser Störfaktor bringt Spannung ins Bild und greift das Thema der Sprengkraft auf. Technisch ist das Aquarell gut ausgeführt.



Nominierungen:

Theresia Felder (Olang)
Das Bild zeigt keine kitschige Bergwelt, sondern alludiert Düsternis und Weltendämmerung, vielleicht eine plattgewalzte Schipistenwelt.
Die Technik erzeugt interessante Effekte.



 


Helmuth Mayr (Toblach)
Die feingliedrig, filigrane Zeichnung stellt die Einsamkeit dar, die den Dolomiten gebühren würde und in denen der Mensch nur als Spur im Schnee aufscheint. Technisch ist die Zeichnung gut ausgeführt.



 
Rosa Burgmann (Innichen)
Das Gemälde ist ästhetisch und vermittelt eine gewisse Weltaufgangsstimmung. Die Technik ist sehr sauber.

 



Rosa Schäfer (Innichen)
Das expressionistische Gemälde bringt die Sprengkraft der Berge durch die Farbgebung zum Ausdruck.











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