04.05.2011

Traditionelle Heilkunst und Volkskunst in Europa


 

Vortrag von Heilpraktiker

Mag. Alois Krautgartner

Freitag, 6.5.2011 | 20:00 Uhr  Bibliothek Hans Glauber- Toblach 

in Zusammenarbeit mit der Krebshilfe Hochpustertal

 Die traditionelle Medizin Europas hatte und hat ihren Ursprung in der einfachen Formulierung: „Mensch, erkenne dich selbst!“ Verfehlt der Mensch seine Bestimmung, führt ihn der traditionelle Mediziner wieder in seine eigene Mitte, aus der ihn die Krankheit gerissen hat. Ziel jeder Behandlung war die Hinführung zur Selbstverantwortung und Erkenntnis. Die Wege waren sehr unterschiedlich, haben jedoch immer dasselbe Ziel: Mensch, erkenne dich selbst! Heilung wird durch eine geistig-seelisch-körperliche Umschaltung herbeigeführt (nach Paracelsus).

„Ein Naturphilosoph ist immer auf dem Weg der Besserung!“ Dies und weit mehr wird an diesem Abend vermittelt.

Referent:
Mag. Alois Krautgartner, Freilassing (D) – Heilpraktiker und Naturphilosoph,
Studium der Sportwissenschaften, Masseur, Lehrbeauftragter an
der Akademie für Traditionelle Europäische Medizin (TEM, Windischgarsten).
Naturheilpraxis mit den Schwerpunkten: Traditionelle abendländische Medizin, Homöopathie, Spagyrik, Entgiftungs- und Ausleitungsverfahren, Kräuterheilkunde, Volksmedizin. www.heilpraktiker-bgl.de

27.04.2011

Neue Bücher im Mai

Léon und Louise
von Capus, Alex;

Zwei junge Leute verlieben sich, aber der Krieg bringt sie auseinander: Das ist die Geschichte von Léon und Louise. Sie beginnt mit ihrer Begegnung im Ersten Weltkrieg in Frankreich an der Atlantikküste, doch dann trennt sie ein Fliegerangriff mit Gewalt. Sie halten einander für tot, Léon heiratet, Louise geht ihren eigenen Weg - bis sie sich 1928 zufällig in der Pariser Métro wiederbegegnen. Alex Capus erzählt mit wunderbarer Leichtigkeit und großer Intensität von der Liebe in einem Jahrhundert der Kriege, von diesem Paar, das gegen alle Konventionen an seiner Liebe festhält und ein eigensinniges, manchmal unerhört komisches Doppelleben führt. Die Geschichte einer großen Liebe, gelebt gegen die ganze Welt.



Fast nackt
von Hickman, Leo;
Fair-Trade-Apfel aus Übersee oder heimischer Bioapfel? Was halten auswaschbare Windeln aus? Ein Jahr lang hat der Londoner Journalist Leo Hickman versucht, ohne schlechtes Gewissen zu leben: gesunde Ernährung, schonender Umgang mit natürlichen Ressourcen und der Versuch, bestimmten Großkonzernen seine Kaufkraft zu entziehen. Mit viel Witz berichtet er davon, wie er und seine Familie sich erfolgreich umgestellt und damit ihr Leben von Grund auf umgekrempelt haben.



Eva schläft
von Melandri, Francesca;

Der Roman einer Provinz ohne Vaterland und eines Mädchens ohne Vater
Nur einmal in ihrem Leben konnte sich meine Mutter Gerda der Liebe eines Mannes gewiss sein, und ich der eines Vaters. All die anderen kamen und gingen wie ein Wolkenbruch im Sommer: Wir haben uns schlammige Schuhe geholt, aber die Wiesen sind trocken geblieben. Mit Vito hingegen war es etwas anderes. Das war echt. Für sie und für mich war seine Gegenwart wie ein langer Regen im Juni, der das Gras wachsen lässt und die Quellen speist. Und doch hat uns, danach und für immer, die Trockenheit nicht verschont.
Eva ist Anfang vierzig, als sie einen Anruf von dem Mann erhält, der in ihrer Kindheit eine Zeit lang die Rolle des Vaters einnahm, bevor er scheinbar für immer verschwand: Vito Anania. Er liegt im Sterben, und noch einmal möchte er Eva sehen. Sie tritt die Zugreise von Südtirol quer durch Italien in den äußersten Süden an. In ihrer Vorstellung entfaltet sich noch einmal ihre ganze Kindheit in Südtirol: Sie wuchs im Schatten der politischen Verwerfungen einer Region auf, die drei Jahrzehnte lang der Spielball bedrohlicher Allianzen war, bevor sie endlich den Aufbruch in die Autonomie wagte. Doch noch stärker wurde Evas Kindheit geprägt von der Liebe ihrer Mutter, der im Leben nichts geschenkt wurde.

Ich will anders, als du willst, Mama
von Hahn, Britta;

Im Zusammenleben mit Kindern treten in der Regel zwei Auslöser von Konflikten auf: Die Kinder wollen etwas und die Eltern sagen nein - oder die Eltern wollen etwas und die Kinder sagen nein.
Die Autorin zeigt, wie es mit Hilfe der Gewaltfreien Kommunikation möglich ist, dass in solchen Konflikten eine gute Beziehung zwischen Eltern und Kindern bestehen bleibt und jedes Mitglied der Familie sich zu Hause wohlfühlen kann.
Im Zusammenleben mit Kindern geht es insbesondere auch um die Frage nach Schutz und Grenzen. Dabei gilt es abzuwägen, wo ein Kind Schutz und damit Grenzen braucht und wo es selber entscheiden darf, weil es die Folgen seines Handelns schon überblicken kann. Auch gilt es abzuwägen, wo Eltern dem Kind Freiraum geben, damit es selbst Erfahrungen sammeln kann. Diesen Fragen rund um das Thema der schützenden Macht geht die Autorin in vielen Beispielen nach.

Von den Sternen bis zum Tau
von Soentgen, Jens;


23.03.2011

Kunstaktion "Grenzenlos"

Im Rahmen des Toblacher Lesemontas wurde die „kunstaktion X“ der artbrothers Kraxntrouga in die Bibliothek Hans Glauber transportiert. Die Aktion, die ursprünglich, die culturnacht 6 in Bozen umrahmte, nimmt damit Bezug auf die Grenzenlosigkeit, die eine offene Bibliothek zu vermitteln vermag und vernetzte ihre Räume mit einem „Band der Grenzlosigkeit“.

Bilder
Bücher und Medien können Grenzen sprengen und Zugang zu Wissen und Erkenntnis verschaffen, der ansonsten verschlossen bliebe. Im Speziellen hat die Bibliothek Hans Glauber im Rahmen des Lesemonats aber auch einen Veranstaltungsschwerpunkt gesetzt, der sich mit den Grenzen eines besonderen Landes, nämlich Afghanistan, auseinandersetzt. Ö3 Journalist Wolfgang Böhmer stellte das Buch „Hesmats Flucht“ vor und berichtete von der unglaublichen Flucht eines elfjährigen Jungen aus Afghanistan, die ihn nicht nur über die Grenze mehrerer Länder sondern v.a. an die Grenze des menschlich Ertragbaren brachte. Margret Bergmann erzählte ihrerseits von Erlebnissen in Afghanistan und wie durch unermüdlichen Einsatz Grenzen auch immer wieder überwunden werden.



Artbrother Luis Seiwald spannte zu diesem Anlass ein mit „GRENZENLOS“ beschriftetes, rot-weißes Band kreuz und quer durch die Bibliothek Hans Glauber.

07.02.2011

"Wohin mit unserer Alpenkultur?"


Ein Abend mit Prof. Dr. Hans Haid


Der renommierte Tiroler Volkskundler und Schriftsteller Prof. Dr. Hans Haid gestaltet in Toblach einen Abend zur stetig aktuellen Frage „Wohin mit unserer Alpenkultur“? Vor dem Hintergrund der Aufnahme der Dolomiten in das UNESCO Weltnaturerbe, gewinnen die Themen „Harter Tourismus, Zerstörung und Ausverkauf“ einmal mehr an Brisanz. Hans Haid wird in einem Impulsreferat Chancen und Gefahren der Bewirtschaftung aufzeigen und konkrete Beispiele für eine sanfte und sinnvolle Wertschöpfung aus den Alpen geben.
Im Zusammenhang mit dem Thema stellt er seine neuen Bücher, „Naturkatastrophen in den Alpen“ und den Roman „Die Landgeherin“ vor (beide im Haymon Verlag erschienen). In Letzterem kommt auch das Mythische des Gebirgslebens und das Wesen der Saligen zum Tragen.
Nicht zuletzt trägt Hans Haid Dialektgedichte in der Ötztaler Mundart vor. Als älteste bayerische Binnenmundart wurde diese 2010 von der UNESCO als „immaterielles“ Erbe ausgezeichnet.

Ort: Aula der Mittelschule Toblach|Gebrüder Baur Str. 7
Datum: 4.März 2011
Zeit: 20.00 Uhr
Veranstalter: Bibliothek Hans Glauber und Naturparkhaus Toblach
Kontakt: 0474|972040

03.02.2011

Jahresbericht 2011



Die Neueröffnung der Bibliothek im April 2010 schlug mit positiven Ausleih- und Besucherzahlen zu Buche. Die Bibliothek wartete mit vielen Veranstaltungs-Höhepunkten auf und setzte entscheidende Akzente in der Benutzerfreundlichkeit. Besucher der Bibliothek genießen ein umfangreiches Angebot an Medien und Dienstleistungen, sowie ein ansprechendes Ambiente.


Bestand, Entlehnungen und Dienstleistungen

Im Jahr 2010 erweiterte die Bibliothek ihren Bestand auf 11.746 Medien. Insgesamt wurden 1.520 neue Medien in den Bestand aufgenommen.
Seit Neueröffnung konnte die Bibliothek rund 6.000 Besucher verzeichnen.
Ein enormer Zuwachs wurde bei den Entlehnungen erzielt. Mit einer Anzahl von 28.258 sind es gegenüber dem Vorjahr 4.400 Entlehnungen mehr. Eine Übersicht der statistischen Daten finden Sie hier.
Darüber hinaus nutzte die Leserschaft die rund hundert Zeitschriften und Tageszeitungen sowie den Internetzugang. Der offene Raum, die modernen Einrichtung, Terrasse, Babyecke und Wohlfühlbereich haben dafür gesorgt, dass sich die Benutzer lieber und länger in der Bibliothek aufhalten.

Veranstaltungstätigkeit

Trotz Umzugsarbeiten bot die Bibliothek Hans Glauber auch im vergangenen Jahr ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm an. Zahlreiche Aktionen für Schule und Kindergarten, als auch für die Erwachsenen wurden durchgeführt . Höhepunkte waren die Eröffnung der neuen Bibliothek im April, ein Konzert mit der Gruppe Landor, die Lesung mit Wolfgang Sebastian Baur und der Sternengeschichten-Abend mit Margret Bergmann zur Laurenzinacht. Bei der Schule fand v.a. der Podcasting-Workshop mit Klaus Adam, die Buchvorstellung „Rabe Maxl“ zum Thema erneuerbare Energien und die Einheit über indigene Völker mit Patrick Kofler großen Zuspruch. Die zwei Foto- bzw. Malwettbewerbe, sowie die Sommerleseaktion hatten sehr viele Teilnehmer. Die Zusammenarbeit mit dem Bildungsausschuss und mit dem Bildungsweg Pustertal im Rahmen der Geschichtswoche und der Veranstaltungsreihe „Abenteuer Familie“ hat ein breites Publikum angesprochen.
Im Frühjahr hatte die Gemeinde den Beschluss gefasst, die Bibliothek als kombinierte Bibliothek – kombiniert mit der Bibliothek der Mittelschule- einzurichten. Um speziell den Bedürfnissen der Schule, aber auch der wachsenden Nutzung gerecht zu werden, wurde deshalb eine Teilzeitstelle für eine Schulbibliothekarin geschaffen, die seit Anfang Dezember besetzt ist.

Ausblick

Damit soll das Potential der neuen Bibliothek im angebrochenen Jahr voll ausgeschöpft werden. Geplant sind unter anderem literarische Begegnungen mit Hans Haid, Maria Blumencron, Ö3-Journalist Wolfgang Böhmer und Alfred E. Mair. Alois Krautgartner, eine Koryphäe auf dem Gebiet der Naturheilkunde, wird ebenfalls zu Gast sein. Nicht zuletzt wird eine intensive Zusammenarbeit mit der Mittelschule angestrebt und die Basis für ein erlebnisreiches Lernen geschaffen.